Kreuzbein - Schlüssel bei Rückenschmerzen
Buch Sanfte Manuelle Therapie SMT
Die Wirbelsäule ist der Schlüssel zur Gesundheit

SMT®-Therapie

 

Diese einfach scheinende Vorgehensweise führt dazu, dass während der Behandlung des zuerst liegenden und später stehenden Patienten einseitige Beinverlängerungen, Beckenschiefstände, kleine und mehrgradige Skoliosen sowie  Teilausrenkungen verschiedenster Gelenke entweder sofort oder, bedingt durch muskuläre Verspannungen, im weiteren Verlauf der Behandlung sichtbar werden und behandelt werden können. Bei einem komplizierten Befund mit subluxierten Hüftgelenken, verkipptem bzw. verwrungenem Becken und Fehlstellungen der Lendenwirbelsäule kann z.B. ein Beckenschiefstand liegend im Röntgenbild nicht nachgewiesen werden. Die Selbstheilungskräfte des Körpers führen dazu, dass er von selbst versucht, das Becken zu begradigen, weil die Statik stimmen muss. So entstehen sich überlagende Befunde kombiniert mit teils steinharten Muskelverspannungen, die nach und nach erkannt und therapiert werden können. Aufgrund der beschriebenen Muskelverspannungen zeigt sich ein Beckenschiefstand nämlich nicht unbedingt gleich in der ersten Behandlung.

Das oberste Ziel der SMT® nach Dr. Graulich ist zu erreichen, dass das Becken wieder gerade steht.
Allein dadurch lassen sich bereits Veränderungen subluxierter Wirbelgelenke der oberen Brustwirbelsäule, bis hin zum 7. Halswirbel oder einseitig vorstehenden Schlüsselbeinen feststellen.

Gegenzugeffekte treten im Rahmen verspannter Strukturen des Bewegungsapparates auf. Die anatomischen Gegebenheiten z.B. beim Hüftgelenk mit seinen um den Hüftkopf rotatorisch (kreisförmig von allen Seiten) angeordneten Sehnen/Bändern machen es erforderlich, eine teilausgerenkte Hüfte in kurzen Abständen, am besten mehrmals täglich mit einem gezielten Therapiegriff wieder einzurichten. Dieser Therapiegriff als Teil der häuslichen Nachbehandlung ist nicht als Krankengymnastik im Sinne einer Übung zu verstehen, sondern als regelmäßiger Heilimpuls, der dazu führen soll, dass die durch den permanenten Zug der teilausgerenkten Hüfte umgebenden Muskel- und Sehnenstrukturen nach und nach lockern, so dass das Hüftgelenk zu irgendeinem Zeitpunkt von selbst wieder richtig im Gelenk sitzt. Daraus ergibt sich das Erfordernis häufiger häuslicher Nachbehandlung sowie regelmäßiger Bewegung (Gehen, kein Sport).

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